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Siliergut optimal anwelken und häckseln

Ein möglichst kurzes Anwelken auf 28-35 % TM ermöglicht eine optimale Silierung. Zu nasse Silagen (unter 28 % TM) führen zu Buttersäure- und damit Fehlgärung. Zu trockene Silagen mit einer Trockenmasse von über 35 % lassen sich schlecht verdichten und neigen so zum Verderb.


Die Feldliegezeit sollte weniger als 36 Stunden betragen, um unnötige Energieverluste zu verhindern und die Vermehrung von Gärschädlingen zu vermeiden. Darstellung 1 zeigt den Rückgang der Futterverwertung in Abhängigkeit der Erntebedingungen. Auch der zur Silierung benötigte Zuckergehalt sinkt durch eine lange Feldliegezeit.


Je nach Trockensubstanz- und Rohfasergehalt beträgt die empfohlene Häcksellänge 15-40 mm. Hintergrund ist das so genannte Porenvolumen des Ernteguts. Je trockener und faserreicher dieses ist, desto mehr Luftvolumen können die einzelnen Halme des Ernteguts aufnehmen. Genau hier liegt das Problem, denn Sauerstoff ist die entscheidende Grundlage für die Vermehrung von Gärschädlingen.


Eine angepasste Häcksellänge (s. Darst. 2) ist Voraussetzung für eine exakte Verdichtung des Silierguts, besserer Siloraumausnutzung und geringere Verluste. In Verbindung mit angepassten Abladeschichten kann so auch faserreicheres Siliergut verarbeitet werden. Tipp: Je faserreicher und trockener das Siliergut ist, desto kürzer müssen die Häcksellänge und desto dünner muss die Abladeschichten an der Silomiete sein.


Achtung: Um eine Häcksellänge von 25 mm zu erreichen, muss die theoretische Häcksellänge bei halbem Messersatz auf 13-15 mm eingestellt werden.

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