Der richtige Schnittzeitpunkt entscheidet über die Silagequalität

Eine hochwertige Silage ist die Basis für eine erfolgreiche und wirtschaftliche Milchproduktion. Entscheidend dafür ist der richtige Zeitpunkt des ersten Schnitts. Das Ziel dabei ist eine Silage mit maximal 240 g Rohfaser pro kg Trockenmasse.


Langjährige Erfahrungen zeigen, dass die Schnittreife zwischen dem 30. (bei frühen Ackergräsern) und 45. Tag (Gräser der späten Reifegruppe) nach dem Erreichen der korrigierten Grünlandtemperatursumme von 200 Grad eintritt. Auch die Aufwuchshöhe gibt Auskunft über die Schnittreife: Bei 25 bis 40 cm gilt das Gras als schnittreif.


Ein verspäteter erster Schnitt führt zu Nährstoffverlusten und damit zu einer schlechteren Silagequalität. Dadurch sinken Futteraufnahme und entsprechend auch die Milchleistung.


Der Abstand zwischen den ersten beiden Schnitten sollte maximal 20 bis 25 Tage betragen. Sehr oft ist der Zeitabstand zu groß, sodass Silagen mit einem Rohfasergehalt von über 240 g pro kg TM eingefahren werden.

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Die Grünlandtemperatursumme


Die Grünlandtemperatursummer wird in Mitteleuropa genutzt, um den Termin für den Beginn der Feldarbeit nach dem Winter zu bestimmen. Dafür werden ab Jahresbeginn alle positiven Tages-Temperatur-Mittel erfasst, korrigiert* und summiert. Bei Überschreiten einer Summe von 200 Grad ist der nachhaltige Vegetationsbeginn erreicht.


*Für den Monat Januar werden die Temperaturen mit dem Faktor 0,5 multipliziert, für den Februar mit 0,75. Erst ab März wird der volle Tageswert angesetzt.


Die Grünlandtemperatursumme für Ihre Region können Sie ganz einfach online bei verschiedenen Wetterdiensten abrufen.

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Siliertipps Gras
Anschnittfläche eines Grassilagesilos
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