Siliertipps Gras

Eine hohe Silagequalität ist die Basis für beste Grundfutterleistung. Unser Service zeigt Ihnen alle wichtigen Managementfaktoren zur Produktion von Grassilagen höchster Futterqualität auf.

Grünlandpflege

Zu einer ordnungsgemäßen Grünlandpflege zählen:

  • Schleppen und Walzen
  • Angepasste Düngung
  • Regelmäßige Nachsaat im Frühjahr und Herbst

Intensive Nutzung, späte Schnitte, Auswinterungsschäden, Mäusefraß usw. führen zu unerwünschten Lücken in der Grasnarbe. TM-Erträge und Energiekonzentration gehen im Laufe der Jahre zurück. Regelmäßige Nachsaat mit GREENSTAR-Produkten sichert hochwertige Grünlandbestände.

Schnittzeitpunkt

Der optimale Schnittzeitpunk liegt kurz vor dem Ähren-/Rispenschieben der Hauptbestandsbildner (Rohfasergehalt <25 % in der TM). Danach verschlechtert die Lignineinlagerung zunehmend die Silierbarkeit, Verdaulichkeit und Futteraufnahme. Ein früher Schnitt legt die Basis für eine hohe Qualität aller Folgeschnitte.

Schnittreif sind die Bestände je nach Grasart ca. 30 -45 Tage nach Erreichen der korrigierten Grünlandtemperatursumme von 200 Grad. Zwischen dem ersten und zweiten Schnitt sollten maximal 20-25 Tage liegen.

Schnitthöhe

Die Mindestschnitthöhe liegt bei 7 cm. Je nach Pflegezustand und Schadnagerbesatz auch höher.

Die Mindestschnitthöhe

  • Fördert den schnellen Wiederaustrieb der Gräser
  • Verringert den Schmutzanteil und verbessert so den Energiegehalt
  • Reduziert den Eintrag unerwünschter Sporen
  • Zu niedrige Schnitthöhen verdrängen die gewünschten Gräser

Anwelken

Ein möglichst kurzes Anwelken auf 28-35 % TM ermöglicht eine optimale Silierung mit geringen Verlusten und hohen Futteraufnahmen. Zu nasse Silagen führen zu Buttersäuregärung, zu trockene Silagen lassen sich schlecht verdichten und neigen somit zu Verderb. Oberhalb von 45-50% TM ist keine ordnungsgemäße Verdichtung mehr zu realisieren.

Feldliegezeit

Die Feldliegezeit sollte weniger als 24 Stunden betragen, um die Energieverluste gering zu halten, denn jede zusätzliche Nacht führt zur Veratmung von Zucker.


Kurze Feldliegezeiten

  • Verringern Atmungs-, Bröckel- und Auswaschungsverluste
  • Vermeiden Verluste an Kohlenhydraten – die Silierfähigkeit wird gefördert
  • Verringern die Proteolyse und verbessern die Proteinqualität
  • Verbessern die Energiedichte und Verdaulichkeit

Häcksellänge

Die optimale Häcksellänge beträgt 30-40 mm.

Zu große Häcksellängen erschweren die Verdichtung. Bei Trockenmassegehalten über 40 % oder hohen Rohfasergehalten muss die Häcksellänge auf bis zu 15 mm reduziert werden. Die optimale Häcksellänge ist Voraussetzung für:

  • Exakte Verdichtung, bessere Siloraumausnutzung und geringere Verluste
  • Besseren Aufschluss der Pflanzenzelle und damit intensivere und schnelle Milchsäuregärung
  • Geringeren Gasaustausch nach dem Öffnen des Silos, dadurch geringeres Nachgärrisiko
  • Verbesserte Futteraufnahme

Siliermittel

Neben den Grundregeln des Silierens unterstützen BONSILAGE-Siliermittel mit verschiedenen Wirkungsrichtungen den Gärverlauf. (Zu den Siliermitteln)

Dosiertechnik

Milchsäurebakterienpräparate können nur dort wirken, wo sie auch exakt eindosiert worden sind. SCHAUMANN-Dosiergeräte sorgen für eine exakte Dosierung aller BONSILAGE-Produkte.

Verdichtung

Durch Eintritt von Sauerstoff kommt es zu Nacherwärmung und damit zu Energie- und TM-Verlusten. Je besser die Silage verdichtet ist, desto weniger Luftsauerstoff kann während der Entnahme eindringen.


Maßnahmen zur optimalen Verdichtung:

  • Max. 15-20 cm Schichtdicke nach dem Abladen im ungewalzten Zustand
  • Je höher der Rohfaser- und Trockenmassegehalt, desto kleiner die Schichtdicke
  • Reifendruck mindestens 2 bar, so hoch wie möglich
  • Keine Zwillingsreifen
  • Max. 3-4 km/h Walzgeschwindigkeit
  • Von Beginn an Walzen, da sonst kaum Tiefenwirkung
  • Kein übertriebenes Nachwalzen am Ende wegen des Pumpeffektes aus der Rückfederung des Siliergutes

Faustformeln

Walzschleppergewicht = Bergeleistung in t FM pro Stunde / 4*
(* gilt für Häcksler, für Ladewagen: 3)

Zielverdichtung = 3,5 * TM [%] + 90

Abdeckung

Sofort nach Beendigung des Nachwalzens muss der Silo korrekt abgedeckt werden.


Für eine optimale Abdeckung:

  • Unterziehfolie: saugt sich direkt an das Siliergut an (Stärke: 40-50 µ)
  • Hauptfolie: muss gasdicht sein (Stärke: 150-250 µ)
  • Siloschutzgitter: schützt die Folien vor mechanischen Beschädigungen und beschwert zusätzlich
  • Silosäcke: als Beschwerung für eine gezielte Anpassung. Mit Silosäcken können luftdichte Barrieren im Abstand von 5 m erstellt werden, so dass der Lufteintritt an der Anschnittfläche erschwert wird. Eine Lagerung der Silosäcke auf Paletten erleichtert das Handling.
  • Bei Seitenwänden sollte eine Seitenwandfolie benutzt werden
  • Immer neue, unbenutzte Folien verwenden
  • Folie in Übergröße auf Lager haben, falls das Silo voller wird

Anschnittfläche

Mindestvorschub zur Vermeidung von Nacherwärmung sollte im Winter 1,5 m und im Sommer 2,5 m pro Woche betragen. Die Entnahmetechnik sollte die Anschnittfläche so gering wie möglich beschädigen und den Lufteintritt minimieren.


Vorbeuge von Nacherwärmung:

  • Anlegen von Sommersilos mit kleinerer Anschnittfläche
  • Anschnittfläche nicht gegen Hauptwindrichtung legen
  • Silofolie möglichst wenig im Voraus abdecken
  • Silolänge und Vorschub anhand des Tierbestandes kalkulieren
  • Entnahmetechnik optimieren
 
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