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Der zweite Grünlandschnitt – Klasse statt Masse für mehr Grundfutterleistung

In der Praxis steht oft der 1. Schnitt im Fokus, bringt dieser doch oft den höchsten Ertrag mit der besten Qualität. Allerdings ist die Leistungsfähigkeit der Folgeschnitte hinsichtlich der Qualität ebenfalls nicht zu unterschätzen (s. Darst. 1).


In Hinblick auf den optimalen Erntezeitraum, haben die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt, dass die zweite Grassilage max. 25 Tage nach dem 1. Schnitt geerntet werden muss. Die meist gute Versorgung mit Stickstoff und dessen Umsetzung in der Pflanze, eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit und Wärme ließen die zweiten Schnitte in Rekordzeit erntereif werden. So wiesen interne Auswertungen der ISF Schaumann Forschung für die Zeit zwischen dem ersten und zweiten Schnitt teilweise einen Rohfaserzuwachs von 0,7 bis 1,0 % pro Tag in der Trockenmasse auf.


Das zeigt klar: Die Ernteelastizität im Zeitraum zum 2. Schnitt ist am geringsten. Welcher Wert im Grünland steckt, insbesondere im zweiten Aufwuchs, ist oftmals noch nicht jedem Praktiker bewusst. Es herrscht vielfach noch die Meinung vor, dass nach dem 1. Schnitt eh nichts mehr von der Fläche runterkommt und es sich nicht lohnt. 


Ein Blick nach Gut Hülsenberg zeigt das Gegenteil. Im Jahr 2021 wurde bereits 21 Tage nach dem 1. Schnitt mit dem zweiten Aufwuchs 11 t FM eingefahren (s. Darst. 2). Gerade mit Blick auf die aktuellen Rekordpreise am Proteinmarkt gilt es kein Rohprotein aus dem Grundfutter durch ein schwaches Siliermanagement zu verlieren. Die volle Nutzung der Protein- und Energiegehalte im 2. Schnitt und damit die Einsparung an teurem Zukaufsfutter fangen die Mehrkosten allemal für die höhere Nutzungsfrequenz auf. Abhängig von den jeweiligen Aufwuchsbedingungen der Schnitte wird auf Gut Hülsenberg grundsätzlich mit dem passenden Bonsilage-Siliermittel gearbeitet.


Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der zweite Aufwuchs durch den schnellen Aufwuchs und die zügige Abreife, weniger Pflanzenzucker für die Silierung enthält. Eine rein optische Fernbetrachtung täuscht oft über das vorhandene Potential in den Beständen hinweg. Um das Optimum an Qualität und Ertrag generieren zu können, lohnt sich immer der Gang in die Bestände.

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